Verein für Städtepartnerschaften e.V. Oberkochen

 

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36 Austauschschüler aus Dives-sur-Mer in Oberkochen (04.12. - 13.12.2011) 

Schulpartnerschaft lebt

Gleich zwei Klassen aus Dives-sur-Mer konnte Bürgermeister Traub am Montag, den 5. Dezember 2011 beim offiziellen Empfang der Stadt im Rathaus begrüßen.

Mittlerweile ist der Schüleraustausch zwischen dem Collège Paul Eluard und dem Ernst-Abbe-Gymnasium wieder zu einem festen Bestandteil der von der französischen Stadt Dives-sur-Mer und der Stadt Oberkochen gelebten Partnerschaft geworden. Zwischen Frankreich und Deutschland gibt es, insbesondere in der Politik und Wirtschaft, zahlreiche freundschaftliche Verbindungen. Aber das wichtigste Element einer Partnerschaft ist der Austausch zwischen den Menschen, freute sich das Stadtoberhaupt über den guten Kontakt beider Schulen.

Auf die 36 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitlehrern Anne Guillotte, Isabell Lebrouster und Lionel Poullias wartete neben der Unterrichtsteilnahme ein interessantes und umfangreiches Begleitprogramm. Unter anderem waren Exkursionen nach München, Dachau, Stuttgart, Ulm, Neresheim, Königsbronn und Aalen vorgesehen.

Lilo Burger, erste Vorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften, überraschte die Gäste mit einer vom neu eröffneten Edeka Streeck Markt gesponserten Nikolausüberraschung.

Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei den verantwortlichen Lehrern mit Andrelin Mazéron und Wolfram Peters an der Spitze für die Organisation und Durchführung des Austausches, sowie den Schülern und Eltern der Gastgeberfamilien, die sich wie immer selbstlos bereiterklärt haben, unsere französischen Gäste bis zum 13. Dezember bei sich zu Hause aufzunehmen.

Das Begleitprogramm konnte trotz des teilweise schlechten Wetters durchgeführt werden. Doch die Zeit in Oberkochen ging viel zu schnell vorüber und so trafen sich am Sonntag die Gäste mit ihren Gastgebern im Forum des Ernst-Abbe-Gymnasiums zu einer Abschiedsfeier. Nach der Begrüßung durch Wolfram Peters und den Diver Begleitlehrern bedankten sich alle 36 Schülerinnen und Schüler bei ihren Gastgebern in deutscher Sprache für die Gastfreundschaft.

Im Auftrag der Vorstandschaft des Verein für Städtepartnerschaften richtete Rudolf Jährling die Grüsse der Vorsitzenden Lilo Burger aus. Er bedankte sich ebenfalls bei den Gasteltern, bei der Schulleitung und den Lehrkräften des EAG für ihr Engagement beim Schüleraustausch, der doch ein wesentlicher Bestandteil für die guten Beziehungen zwischen den Partnerstädten und ganz im Sinne der städtepartnerschaftlichen Begegnungen sei.

Ein leckeres Buffet leitete zu einem fröhlichen Abend mit Musik und guter Stimmung über, denn der richtige Abschied am Dienstag morgen war ja noch weit weg!

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Schüler des Istituto superiore statale „A. Veronese" aus Montebelluna zu Gast in Oberkochen

11.11. - 19.11.2011

Eine Schülergruppe aus unserer Partnerstadt Montebelluna unter der Leitung der Lehrerinnen Patrizia Mauro und Susanna Brunello besuchte im Rahmen des Schüleraustauschprogrammes das Ernst-Abbe-Gymnasium.

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Mit diesem Besuch konnte ein Jubiläum begangen werden, denn vor genau 20 Jahren, im November 1991, kam die erste Schülergruppe aus Montebelluna nach Oberkochen. Sie erwiderten damit den ersten Aufenthalt von Schülern des EAG in Montebelluna im September des gleichen Jahres.

Die zuständigen Lehrer am EAG mit Karsten Falk an der Spitze hatten ein umfangreiches Programm für die italienischen Gäste ausgearbeitet, das außer einem gemeinsamen zweisprachigem Projekt (Verfassung eines eigenen Textes) und Besuch des Unterrichts am Ernst-Abbe-Gymnasium auch interessante Ausflüge umfasste: sie machten einen Stadtrundgang durch Nördlingen und besichtigten auch das Rieskratermuseum. In Ulm unternahmen sie Führungen durch das Münster und das Fischerviertel. Sie besuchten die Firma Carl Zeiss, die Staatsgalerie in Stuttgart und das Limes-Museum in Aalen, verbunden mit einem Innenstadt-Quiz.

Der Verein für Städtepartnerschaften e.V. war Gastgeber des traditionellen Abends für die italienischen und deutschen Schüler in der Volkmarsberghütte des Schwäbischen Albvereins. Der dichte Nebel auf dem Weg hinauf zum Gipfel und um die Hütte herum ließ die Landschaft leider nur schemenhaft erkennen. Die warme Stube und das gemütliche Ambiente ließen die Kälte jedoch schnell vergessen und die gute Stimmung rasch ansteigen!

Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Lilo Burger, die auch Bürgermeister Traub und Rektor Wörner willkommen hieß, und den Ansprachen der Gäste wurde das reichhaltige Büffet eröffnet, das ein Bewirtungsteam des SAV in bewährter Weise vorbereitet hatte.

Beleitet von Gitarren erklangen Lieder in englischer, italienischer und deutscher Sprache und bei lebhaften Gesprächen ging ein gelungener Abend zu Ende. Durch Nacht und Nebel machte sich die Gruppe auf den Weg zu den am Parkplatz bereitstehenden Autos.

Der Besuch der Schüler aus Montebelluna hat wieder einmal die erfolgreichen Aktivitäten des EAG bewiesen, was den Schüleraustausch mit unseren Partnerstädten anbelangt. Dafür bedanken wir uns herzlich bei der Schulleitung und dem Lehrerkollegium des EAG.

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Schüleraustausch zwischen Oberkochen und Montebelluna

Vom 2. bis 11. Mai 2011 war wieder einmal eine Gruppe des Ernst-Abbe-Gymnasium in unserer Partnerstadt Montebelluna zum Schüleraustausch.

Die Reise begann am 2. Mai und führte uns per Bus nach Stuttgart, mit dem Flugzeug nach Venedig und weiter mit dem Bus nach Montebelluna.

Nach der herzlichen Aufnahme durch die Schüler und die Gasteltern folgte eine Besichtigung des Liceo Linguistico Angele Veronese und ein ausgiebiger Rundgang durch Montebelluna: Santa Maria in Colle, das Schuhmuseum, der Markt, eine Fahrradtour zu einem Weinberg am Fuße des Montello und der Besuch des Esse Music, dem größten Instrumentenladen Europas.

Einer der Höhepunkte war natürlich die Fahrt nach Venedig. Bei einem Rundgang durch die Stadt wurden besichtigt: der Fischmarkt, das Theater La Fenice, die Rialtobrücke, der San Marco Platz, die Basilika San Marco und der Dogenpalast mit dem Gefängnis und der Seufzerbrücke.

An den folgenden Tagen nahmen wir auch am Schulalltag teil und wurden anhand der gestellten Fragen in den Unterricht einbezogen.

Ein Ausflug führte uns nach Padua, wo erst die Capella die Scrovegni mit ihren berühmten Freskengemälden von Giotto und die Skulpturen von Giovanni Pisaro bewundert wurde. Weiter ging es zur Basilika des Hl. Antonius, wo einige Reliquien des Heiligen zu sehen sind. Zum Mittagessen trafen wir uns auf dem Prato della Valle, dem zweitgrößten Innenstadtplatz Europas.

Sehr beeindruckend war auch der botanische Garten aus dem Jahre 1545 und damit einer der ältesten botanischen Gärten der Welt. In einem Gewächshaus befindet sich die Goethe-Palme, die Johann Wolfgang von Goethe in seinen „Die Metamorphosen der Pflanzen" von 1790 erwähnt.

Der nächste Tag begann mit einem offiziellen Programm, nämlich mit dem Empfang durch Herrn Bürgermeister Adolf Fado. Er stellte uns seine Stadt vor und beleuchtete auch die Unterschiede zwischen Italien und Deutschland aus kommunaler Sicht.

Mit Themen für das bilaterale Projekt befassten wir uns am Nachmittag. Es wurden verschiedene Dinge zwischen Italien und Deutschland verglichen, wie zum Beispiel das Leben in den Familien und der Sport in den beiden Ländern.

Mit einer Abschiedsparty, die von den Schülern und ihren Eltern organisiert wurde, mit Musik, Gesang und Tanz und natürlich einem Buffet mit italienischen Spezialitäten ging der Schüleraustausch seinem Ende entgegen.

Am 11. Mai startete die Rückreise über Venedig und Stuttgart zurück nach Oberkochen.

Für ihren Einsatz beim Schüleraustausch danken wir der Schulleitung und dem Lehrerkollegium des EAG und auch den Verantwortlichen in unseren Partnerstädten sehr herzlich!

   

 

„Panta Rhei – Alles fließt"

Comenius-Projekt des Ernst-Abbe-Gymnasiums

Das letzte Treffen in Dives-sur-Mer (Frankreich) wird zu einem Fest : Alte und neue Freundschaften, spannende Experimente, Sonne und Meer.

Zum fünften Treffen des Comenius-Projekts, das mit finanzieller Unterstützung der europäischen Union stattfindet, trafen sich die Delegationen der fünf beteiligten Schulen, des Tallinna Gustav Adolfi Gümnaasiums aus Tallinn (Estland), des Tamás Gimnázium aus Mátészalka (Ungarn), des Bundesgymnasiums und -realgymnasiums Pestalozzi aus Graz (Österrreich), des Ernst-Abbe-Gymnasiums Oberkochen bei dem Gastgeber, dem Collège Paul Éluard in Dives-sur-Mer (Frankreich) vom 16. bis 20. Mai 2011. Nicht ohne Probleme und Verluste (Zug- und Flugverspätungen, Gepäck, Fahrkarten) erreichten alle am Sonntagabend unsere friedliche Partnerstadt am Ärmelkanal. Da diesmal die Big Band des EAG die Comenius-Gruppe begleitete, waren insgesamt 53 Musiker, 15 Comenius-Schüler und 8 Lehrer und Begleitpersonen, also 76 Oberkochener dabei. Zusammen mit den anderen Delegationen (5 Österreicher, 17 Esten und 13 Ungarn) waren 108 ausländische Gäste im Haus bzw. auf dem Campingplatz „Les Tilleuls", in Familien oder im Hotel untergebracht, eine gewaltige Herausforderung, die die Gemeindeverwaltung in der Person von Ghislaine Hanse, die Schulleitung mit Frau Stitou und das Comenius-Team unter der Leitung von Anne Guillotte mit Bravour meisterten.

Das Comenius-Programm begann gleich am Montag früh mit einem Empfang mit Frühstück durch die Schulleitung und einer Besichtigung des Collège, das z. Z. vollständig renoviert und um einige Räume erweitert wird. Danach präsentierten die Schüler die seit dem letzten Besuch in Oberkochen erledigten Projektarbeiten. Nachmittags ging es mit einem lockeren Projekt weiter: Spiele und Freizeit am Meer, was einige Schüler für ein kurzes, kaltes Bad nutzten, während andere sich über Meerestiere am Strand kundig machten. Anschließend fand der offizielle Empfang der Stadt Dives durch Herrn Bürgermeister Mouraret in Anwesenheit von einigen Gemeinderäten, von Herrn Kreisrat Colin und dem Vertreter der Akademie von Caen statt. Selbstverständlich hatte die EAG-Big Band ihren ersten Auftritt und sorgte für den musikalischen Rahmen, zur großen Bewunderung der Anwesenden.

Am Dienstagvormittag war die Besichtigung der Caudemuche-Quelle angesagt, eine der drei Quellen, aus denen die Stadt Dives ihr Trinkwasser schöpft und dank welchen sie in ihrer Versorgung unabhängig – und billiger als die Nachbargemeinden – ist. Die Einfassung dieser Quelle im Aquifer - der wasserführenden Schicht oberhalb von Dives – wurde 1915 von deutschen Kriegsgefangenen gebaut, zur gleichen Zeit also, als in Oberkochen der Osterbuchstollen von französischen Gefangenen gebaut wurde. Ein symbolträchtiger Zufall.

Am Nachmittag besuchten die Schüler das Vogelnaturschutzgebiet von Sallenelles an der Mündung der Orne, in einem sumpfigen Gebiet zwischen Meer, Fluss und Land, in dem zahlreiche Vogelarten ständig leben oder auf ihrer Reise zwischen Nordeuropa und Afrika eine Pause einlegen.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Mont Saint-Michel und war ein sehr schöner aber anstrengender und aufregender Tag. Bei herrlichem Wetter besichtigten zuerst die Gruppen die Benediktinerabtei und das Dorf. Dann fuhren sie zur Ostseite der Bucht und machten sich unter der kundigen Leitung von einem Führer auf den 7 Km langen Weg durch die Bucht zum Mont Tombelaine und zum Mont Saint-Michel, ein unvergessliches Erlebnis für die Landratten aus Deutschland, Ungarn und Österreich, zumal an einer ausgesuchten Stelle der Führer einige Erläuterungen zu den Gefahren gab, die die Wanderer in der Bucht zu erwarten haben, und ein Experiment im Treibsand anbot, das zahlreiche Schüler gern wahrnahmen. Nachdem etwa zwanzig Schüler durch Treten die feste, sandige Oberfläche durchbrochen hatten, sanken sie plötzlich in die flüssige Unterschicht. Während die meisten sich problemlos aus der Sand- und Schlammschicht befreiten, sanken eine deutsche und eine französische Schülerin innerhalb von zwei Minuten bis zur Taille hinein und mussten unter viel Kraftaufwand durch die älteren und kräftigen estnischen Schüler herausgezogen werden: Internationale Zusammenarbeit im Zeichen Comenius‘. Nun verstehen wir besser das französische Sprichwort „Si tu vas au Mont, fais ton testament" (gehst du zum Mont, schreib dein Testament). Am Abend besuchten alle das gelungene Konzert, das in der Kirche von Dives gegeben wurde und bei dem drei Gruppen mitwirkten: ein Gitarrenquartett aus Cabourg, die Musikschule der Städtegemeinschaft an der Dives und die Big Band des EAG unter der Leitung von Ralf Lehmann, die die Diver Bevölkerung begeisterte. Das Besondere waren einige von jeweils zwei Gruppen gemeinsam einstudierte und aufgeführte Stücke. Auch hier also war internationale Zusammenarbeit an der Tagesordnung.

Am Donnerstag fuhr die Comenius-Gruppe zu den Felsen von Etretat und bekam dort einen ausführlichen Vortrag über die Entstehung der Kalk- und Kreidefelsen. Am Nachmittag fand der mit Spannung erwartete Wettbewerb „Aquatech" zwischen den Schülern aus Dives und Oberkochen statt, der darin bestand, ein schwimmendes, aus wiederverwertetem Material gebautes, computergesteuertes Fahrzeug über eine vorgegebene wendige Strecke bis zum Ziel zu führen. Die deutschen Schüler führten in der Gesamtwertung und konnten einige Pokale mit nach Hause nehmen. Gleichzeitig wurde vom Regionalsender Dives-FM eine Sendung mit einigen Schülern aller Delegationen über das Comenius-Projekt und diese erlebnisreiche Woche aufgenommen. Dann stellten die Delegationen die in den letzten Monaten und Tagen angefertigten Arbeiten aus und begaben sich anschließend zum Abschiedsbüffet. In den Reden der Schulleitung des Collège, der Herren Bürgermeister Mouraret und Kreisrat Colin, und der Delegationen wurde den Lehrerkollegen für ihren großen Einsatz gedankt und der Wunsch geäußert, es solle nicht dabei bleiben, sondern der Austausch fortgesetzt werden und die Beziehungen zwischen den Schulen bestehen bleiben. Der Abend endete zuerst mit einem gemeinsamen Auftritt der EAG-Big Band mit dem Chor des Collège, einer Premiere, die eine Fortsetzung verlangt, und einem schwungvollen Konzert, in dem die Big Band ihr ganzes Können unter Beweis stellte. Kurz, mit einem Fest, wie es sich in Frankreich gehört, wo „tout finit par des chansons" (alles endet mit Musik).

Am nächsten Morgen traten die Delegationen die Rückreise an, auf der ein Ein-oder Zweitagesaufenthalt in Paris geplant war.

Bericht: F. Boé

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Die Oberkochener Delegation vor dem Mont Saint- Michel
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Die Caudemuche-Quelle

Rettung aus dem Treibsand

Gemeinsamer Auftritt des Diver Schulchors und der EAG-Big-Band am letzten Abend

 

Schüler aus Oberkochen in Dives sur Mer (14.2. - 23.2.2011)

Am Montag, 14.02 um 7:10 Uhr standen 23 Schüler in Aalen am Bahnhof und warteten. 
Die Teilnehmer des 26. Austauschs mit dem Collège Paul Eluard in Dives sur Mer sollten nun für 10 Tage in französischen Gastfamilien wohnen. Nach einer kurzen Besprechung mit den Begleitlehrern Frau Mazeron und Herr Peters verabschiedeten sich die Schüler von ihren Eltern und die Schüler stiegen in den Zug nach Stuttgart. Nach einer Stunde Fahrt kam die Gruppe in Stuttgart an und konnte gleich in den TGV nach Paris umsteigen. Man fuhr jetzt 4 Stunden über Karlsruhe und Strasbourg nach Paris. In dem über 300 km/h schnellen Zug machte die Fahrt allen Spaß und manche verbrachten einen Teil der Fahrt an der zugeigenen Bar. In Paris kamen die Schüler am Gare de l’Est an. Mit der Metro fuhr man zum Gare St. Lazarre und stieg dort in den Zug nach Lisieux. Als die deutsche Gruppe um 15:30 Uhr in Lisieux ankam, hatte sie ca. 7 Stunden Zugfahrt hinter sich.
Die französischen Gasteltern holten die Deutschen am Bahnhof ab und nach einer halben Stunde Autofahrt kamen alle am Collège in Dives sur Mer an. Um 16:30 Uhr endete bei den französischen Schülern die Schule und jeder traf zum ersten Mal seinen Partner. Zuhause bei den Gastfamilien hatte man ein bisschen Zeit sich umzuschauen, dann musste man auch schon wieder los, denn um 18:30 Uhr wurde die Gruppe im Rathaus empfangen. Den Abend verbrachte jeder in seiner Gastfamilie.

Am Dienstag gab es morgens um 8 Uhr Frühstück in der Schulmensa. Anschließend fand eine kurze Besichtigung der Schule statt, die gerade renoviert wird. Ab 10:15 Uhr stellten ein paar deutsche Schüler die Stadt Oberkochen auf französisch vor und die Franzosen hielten Referate über die Region auf Deutsch. Sie brachten regionale Produkte wie Käse, Apfelsaft und Karamell mit. Danach aß man zusammen Mittag in der Schulkantine.
Um 13:30 Uhr trafen sich die deutschen Schüler am Schuleingang, jeder bekam einen Fragebogen und einen Stadtplan von Dives. Während die französischen Schüler den Nachmittagsunterricht besuchten, hatten die Deutschen die Aufgabe durch Dives zu laufen und 18 Fragen zu beantworten. Um 16:00 Uhr war Treffpunkt an der Schule und Abgabe der Fragebögen. Als für die Franzosen eine halbe Stunde später der Nachmittagsunterricht zu Ende war, ging jeder mit seinem Austauschpartner nach Hause.

Am Mittwoch begann der Tag für die meisten mit einer Stunde Unterricht um 8:00 Uhr. Die Deutschen wurden in die Klassen verteilt und besuchten verschiedene Unterrichtsstunden. Manche Klassen hatten aber erst zur zweiten Stunde Unterricht, sodass einige Schüler erst um 9:00 Uhr zur Schule kamen.
Um 9:00 stieg die deutsche Gruppe in den Bus, der sie nach Caen fuhr. Der französische Lehrer Herr Poullias begleitete die Schüler. In Caen besichtigte man die Schlossruine und den Hafen. Herr Poullias erzählte etwas dazu. Am Schloss und am Hafen hielten drei Schüler Referate auf Französisch zu den Themen „Das Schloss von Caen", „Caen im 2. Weltkrieg" und „Der Hafen von Caen". Zwischendurch und vor der Rückfahrt hatten die Schüler Freizeit.
Zurück in Dives wurden die deutschen Schüler von ihren Partnern abgeholt und konnten den Abend in ihren Gastfamilien verbringen.

Am vierten Tag, Donnerstag den 17.02, traf man sich wieder um 8:00 Uhr an der Schule. Auf dem Programm standen die Besichtigung der Landungsstrände der Alliierten während des 2. Weltkriegs und die Besichtigung eines 1000 Jahre alten Wandteppichs. Auf der Hinfahrt machte man einen kurzen Halt an einer Hebebrücke. Auch heute begleitete Herr Poullias die Gruppe und erzählte, dass in der Nähe die ersten Engländer mit Segelflugzeugen landeten um die strategisch wichtige Brücke zu erobern.
Als nächstes schaute die Gruppe die „Tapisserie de Bayeux" an. Vor der Besichtigung gab es noch ein Referat. Während man an dem ca. 70 Meter langen Wandteppich vorbeiging, wurde jedem durch Head-Sets die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer zu Gehör gebracht. Auf dem bestickten Teppich ist diese Eroberung in 58 Szenen bildlich dargestellt.
Im Anschluss daran hatte man eine Stunde Aufenthalt an den Landungsstränden, an denen man noch die Überreste des von den Alliierten künstlich angelegten Hafens sehen kann. Auf der Weiterfahrt hielt der Bus nochmals kurz und oberhalb des Strandes wurde ein Gruppenfoto gemacht.
Der nächste Halt war an deutschen Bunkeranlagen oberhalb des Strandes, deren Geschütze bis zu 20 km weit schießen konnten.
Auf der Heimfahrt besuchten die Deutschen noch einen amerikanischen und einen deutschen Friedhof. Auf dem amerikanischen Friedhof, der sehr imposant aussah und ein großes Denkmal hatte, liegen 10000 gefallene Amerikaner. Für jeden steht ein weißes Kreuz oder ein Judenstern mit Namen. Diese sind in Reihen aufgestellt. Der deutsche Friedhof ist eher schlicht gehalten. Auf ihm liegen 21000 deutsche Soldaten. Auf Steinplatten sind ein oder zwei Namen zu sehen, darunter liegen die Toten. Manche Platten sind auch ohne Namen und in der Mitte des Friedhofs ist ein erhöhtes Denkmal erbaut worden, unter dem ca. 300 unbekannte Deutsche bestattet sind.
Die Rückfahrt dauerte wegen Stau ein weniger länger und die Gruppe kam mit ein wenig Verspätung um 18:15 Uhr in Dives an. Dort holten die Franzosen die Deutschen ab.

Am Freitag traf man sich auch wieder um 8:00 Uhr vor der Schule. Der Bus, der die deutschen Schüler zur Segelschule bringen sollte, hatte jedoch Verspätung und fuhr erst um 9:00 Uhr an der Schule ab.
Für die Bootsfahrt wurden drei Gruppen gebildet. Eine Gruppe fuhr dann ca. 45 Minuten auf zwei Booten. Da wenig Wind war, konnte man kaum segeln. Die anderen Gruppen hatten währenddessen Freizeit.
Um 12:30 Uhr kam man wieder an der Schule an und aß in der Schulkantine zu Mittag. Nachmittags besuchten die Deutschen 2-3 Stunden Unterricht in den eingeteilten Klassen.
Danach ging jeder mit seinem Austauschpartner nach Hause.

Am Wochenende verbrachte jeder viel Zeit mit seinem Austauschpartner. Die französischen Schüler organisierten auch ein paar Treffen.
Am Samstagabend traf sich ein Großteil der deutschen und französischen Schüler beim Laserquest. In einem dunklen Raum, der labyrinthartig aufgebaut ist, spielen zwei Teams gegeneinander. Fürs Treffen und Getroffenwerden gibt es Plus- und Minuspunkte. Nach dem Spiel bekommt jeder Spieler einen Auswertungsbogen mit seinem Ergebnis. Manche waren auch schon am Dienstagabend mit ihren Partnern Laserquest spielen. Nachdem jeder zwei Spiele absolviert hatte, gingen alle zusammen bei McDonalds essen.
Am Sonntagnachmittag trafen sich die meisten am Strand in Houlgate. Anschließend aßen die meisten noch zusammen Crêpes, ehe jeder wieder nach Hause ging.

Am Montag, 21.02 machten die französischen und deutschen Schüler einen gemeinsamen Ausflug. Um 6:45 Uhr war Treffpunkt an der Schule und um 7:00 Uhr war Abfahrt mit dem Bus in Richtung Mont St. Michel, einem Kloster auf einem Felsen im Meer.
Nach 2 Stunden Fahrt kam man am Kloster Mont St. Michel an, besichtigte es und hörte einen Vortrag. Die Parkplätze dort können nur bei Ebbe benutzt werden, bei Flut stehen sie unter Wasser. Nach der Besichtigung hatte man noch eine knappe Stunde Freizeit, bis man um 12:00 Uhr in Richtung St. Malo, das eine mittelalterliche Stadtmauer hat, weiterfuhr.
Dort hatte man nach ein paar kurzen Erklärungen auch viel Freizeit. Um 16:00 Uhr fuhr man wieder zurück und kam um 18:45 Uhr in Dives an. Den Abend verbrachte jeder wieder bei seiner Gastfamilie.

Am vorletzten Tag mussten die Schüler wieder eine Stunde in den Unterricht gehen. Um 9:00 Uhr fuhr man zur „fromagerie" in Livarot.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Laden, begann die Führung. Man konnte alle Arbeitsschritte der Käseherstellung verfolgen und den Mitarbeitern bei der Arbeit zuschauen. Danach kauften die meisten ein bisschen Käse ein und man fuhr wieder zurück.
An der Schule angekommen aßen die Schüler gemeinsam in der Mensa. Nachmittags besuchten die Schüler wieder verschiedene Unterrichtsstunden. Nach der Schule ging jeder mit seinem Partner nach Hause.
Um 18:00 Uhr mussten alle wieder in der Schule sein, denn die Abschlussfeier fand an diesem Abend statt. Alle Gasteltern brachten Kuchen oder Getränke mit. Die deutschen Schüler bedankten sich bei ihren Gastfamilien und zeigten ein Foto, das ihnen am meisten gefiel. Zum Abendessen wurden die Schüler zu einer Pizzeria gefahren und verbrachten dort ihren letzten Abend.
Um ca. 21:30 Uhr gingen alle nach Hause. Die Deutschen mussten noch ihre Koffer packen.

Am letzten Tag, Mittwoch den 23.02, fuhren die deutschen und französischen Schüler mit ihren Eltern zum Bahnhof nach Lisieux. Um 7:45 Uhr war Treffpunkt am Bahnhof, um 8:10 Uhr fuhr der Zug ab. Schweren Herzens nahmen die Schüler voneinander Abschied. Die französischen Schüler mussten zurück in die Schule und die Deutschen hatten 2 Stunden Zugfahrt vor sich.
In Paris wurde das Gepäck in einen Lieferwagen einer Autovermietung gepackt und man fuhr mit der Metro zum Eifelturm. Wegen des schlechten Wetters stiegen nur wenige hinauf, während sich viele andere kleine Souvenir-Eiffeltürme kauften. In der Umgebung des Eiffelturms versuchen unzählige schwarze Verkäufer kleine Eiffeltürme und auch Uhren und Feuerzeuge zu verkaufen. Als nächstes fuhr die Gruppe mit der Metro zum Kunstmuseum Centre G. Pompidou. Allen war kalt, im Eingangsbereich war es warm und zwei Schüler erzählten etwas über Notre Dame und das Museum. Danach hatte man viel Freizeit und wer wollte, konnte sich Notre Dame anschauen.
Um 17:25 Uhr fuhr der TGV nach Stuttgart ab. Vorher fuhren alle mit der Metro zum Bahnhof und holten ihr Gepäck ab. Um ca. 21:30 Uhr kam die Gruppe in Stuttgart am Bahnhof an. Nach einer weiteren Stunde Zugfahrt erreichten die Schüler um 22:30 Uhr Aalen. Die Eltern holten ihre Kinder ab und alle waren nach 10 erlebnisreichen Tagen wieder gut zu Hause angekommen.

Bericht: Tim Schaffitzel

      

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Schüleraustausch 2010

Schüleraustausch 2009

 

Comenius-Projekt am EAG

Panta Rhei – alles fließt

So lautet der Name des Comenius-Projektes, dass das Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union in Angriff genommen hat.

Der Untertitel des Projektes „Wasser ist Leben“ unterstreicht, welche Bedeutung das Wasser heute für die Menschheit hat. In der Tat herrscht in allen beteiligten Ländern die gemeinsame Sorge um die Qualität und die Quantität des für die Menschheit und die Natur verfügbaren Wassers.

Dieses multilaterale Projekt umfasst fünf Schulen aus fünf verschiedenen Länden: das Ernst-Abbe-Gymnasium aus Oberkochen (Deutschland), Collège Paul Éluard aus Dives sur Mer (Frankreich), Esze Tamás Gimnázium aus Mateszalka (Ungarn),  Gustav Adolfi Gümnaasium aus Tallinn (Estland) und das Bundesgymnasium Pestalozzi aus Graz (Österreich).

Ca. zwanzig fächerübergreifende, miteinander verknüpften Teilprojekte müssen in fünf Ländern vorbereitet und bei sechs fest geplanten Begegnungen innerhalb von zwei Jahren durchgeführt und anschließend präsentiert werden.  

Von 28.3. bis 1.4.2011 findet ein Arbeitstreffen der Partner in Oberkochen statt.

Mehr Information über das Comenius-Projekt finden sie hier: Comenius 

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