Verein für Städtepartnerschaften e.V. Oberkochen

 

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Der Radclub Oberkochen zu Besuch in unserer Partnerstadt Montebelluna:  

600 Kilometer in 3 Tagen

Drei Pässe, mehr als 4400 gefahrene Höhenmeter in den Alpen: das Rennrad-Abenteuer zur italienischen Partnerstadt Montebelluna war der Saisonhöhepunkt für die Radsportler des RC Oberkochen.

Am frühen Morgen des 23. Juli startete der Oberkochener Radtross auf den ersten rund 260 Kilometer langen Tagesabschnitt Richtung Italien. Bereits auf Höhe des Ortschildes Ausfahrt Oberkochen-Süd schwante einigen, was in vorangegangenen Wettervorhersagen bereits prognostiziert worden war: Regentropfen der größeren Arten waren in den ersten Minuten der ca. 10-stündigen Fahrt die wenig zur Begeisterung beitragenden Wegbegleiter.

Wider Erwarten zeigte sich das Wetter jedoch kurze Zeit später von seiner besten Seite und so führte die Strecke bei heißen, trockenen 35° Celsius Außentemperatur und herrlichem Radwetter über das mittelschwäbische Mindelheim. Durch den so genannten Rindelrücken im bayrischen Alpenvorland über Füssen und das im Tiroler Alpenvorland liegende Reutte bis an den Fuß des Fernpasses (1212 m ü. A.), dem ersten von zwei Pässen am ersten Tag. In Telfs, 27 Kilometer westlich der Landeshauptstadt Innsbruck, wurde schließlich das erste Etappenziel erreicht.

Aufgrund des Sonnenstandes musste schon am Morgen des zweiten Tagesabschnitts mit einem weiteren heißen Tag gerechnet werden. Nach dem stärkenden Frühstück starteten die Oberkochener um 9.30 Uhr in Richtung Cortina d’ Ampezzo, dem größten besiedelten Zentrum der Dolomitenladiner.

Bereits zu Anfang der gut 200 Kilometer langen, bergigen „Königsetappe“ musste der prestigeträchtige Brennerpass (1374 m ü. A.) überwunden werden, bevor auf italienischem Boden die Tour Richtung Montebelluna fortgesetzt werden konnte. Nicht nur während des Anstiegs auf die Passhöhen, sondern über die kompletten Tage hinweg, entstanden sagenhafte Bilder durch Helmut Engel aus dem Begleitfahrzeug. Nach ähnlich dem Vortag gut 10 Stunden auf dem Sattel wurden auf der letzten Steigung des Tages, bei Schluderbach, die letzten Kilometer  nach Cortina eingeleitet.

Obwohl innerhalb von zwei Tagen bereits eine beachtliche Distanz zurückgelegt wurde, zeichnete sich bei den Teilnehmern am Abend noch keine große Müdigkeit ab. So saß man, bei typischer Radlernahrung (Pasta in sämtlichen Variationen), noch lange zusammen, unterhielt sich über die gesammelten Eindrücke, begab sich dabei auf einen Stadtbummel durch Cortina und schaute erwartungsvoll auf den morgigen letzten Tag.

Am Samstagmorgen, dem letzten Tagesabschnitt der Tour, bildete das mächtige Bergpanorama der Dolomiten eine wunderschöne Kulisse bei der Abfahrt. Die letzten gut 140 Kilometer führten den Tross über Ponte nelle Alpi und Belluno nach Montebelluna. Nicht die abermals große Hitze, als vielmehr das Verkehrsaufkommen und die schwierigen Streckenpassagen wie Tunnels, Brücken und langen Abfahrten, waren es, was den Radfahrern zu schaffen machte. Begünstigt durch gute Windverhältnisse und die Tatsache, die erste Hälfte der Strecke überwiegend bergab fahren zu können, wurden teilweise Spitzengeschwindigkeiten erreicht. So kamen die sieben Radfahrer nach nicht einmal sechs Stunden Fahrtzeit in Montebelluna an. Am Ortschild der Partnerstadt waren die Strapazen der vergangen Tage wie weggeblasen und die Erschöpfung wich der Freude über das Erreichte.

Nach einem wohlverdienten Eis am Marktplatz und der miteinbezogenen Stadterkundung wurden wir von einer Delegation des örtlichen Radclubs rund um Vorstand Angelo Pasqualin und Radclub Ehrenmitglied Giuliano Zanatta herzlich empfangen. Trotz des sehr kurzfristigen Erscheinens der Oberkochener Radgruppe wurde alles Erdenkliche für einen warmherzigen und schönen Abend in die Wege geleitet, sodass man sich ausgesprochen wohl fühlte im Kreise der italienischen „Radkollegen“. So ließ man sich bei typisch italienischem Dinner, mit passendem Ambiente des angrenzenden und umgebenden Weingutes, mit mehreren Gängen, Kostproben des vorhandenen Weines, jeder Menge guter Laune und viel Gesprächsstoff verwöhnen.

Der würdige und schöne Abschluss dieser dreitägigen Ausfahrt war in vollem Maße geglückt, wofür alle Teilnehmer den Vertretern des Radclubs Montebelluna herzlich danken.

(Für den Bericht und die Fotos bedanken wir uns bei Reinhold Vogel vom RC Oberkochen).

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Die Oberkochener Radsportler von links nach rechts: 
Roland Liess, Wolfgang Gänßler, Benni Betzler, Benedikt Distl, Klaus Pfeiffer, Reinhold Vogel, Jürgen Schlät

Die Oberkochener Radsportler mit ihren Freunden vom Radclub Montebelluna

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