Verein für Städtepartnerschaften e.V. Oberkochen

 

 

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Frauenpower für den Austausch

Im Oberkochener Verein für Städtepartnerschaften sind nun vier tatkräftige und aktive Frauen am Ruder

Im 26. Vereinsjahr "regiert im Verein für Städtepartnerschaften Frauenpower. Mit Lilo Burger, Gisela Rissmann, Renate Vogel und Sabine Zoller sind vier junge Frauen angetreten, um jene von Rudolf Heitele, Harald Wollner und Rudi Jährling aufgebaute Basis weiter auszubauen.

Oberkochen. Man hat damit jene Vorstandsverjüngung eingeleitet, die von den Altvorderen schon länger anvisiert war. Gisela Rissmann war schon zehn Jahre im Ausschuss, Lilo Burger hatte vier Jahre lang das Amt der Schriftführerin inne. Nun steht sie an der Spitze des Vereins. „Ich habe das Amt angenommen unter der Bedingung, dass diese Aufgabe nur als Teamwork realisiert werden kann, sagt sie.
Und mit diesem Teamwork will man die Städtepartnerschaften mit Dives-sur-mer, Montebelluna und Mátészalka mit noch mehr Leben erfüllen. Der bisher 16-köpfige Ausschuss wurde auf sechs Mitglieder reduziert, um effektiver arbeiten zu können.
Die vier engagierten Damen unterstreichen jene Kärrnerarbeit, die die früheren Verantwortlichen für den europäischen Gedanken der Städtepartnerschaften geleistet haben. „Dives-sur-mer ist das Herzstück, sagt Gisela Rissmann. Beim Stadtfest wurde dies deutlich. Da gibt es feste Verwurzelungen, viele Freundschaften sind entstanden.
Seit 26 Jahren gibt es gegenseitige Besuche, man ist privat untergebracht, das wächst was zusammen. Bei Montebelluna will der neue Vorstand versuchen, mit Hilfe jüngerer Leute dort engere Bande zu finden. Ein gutes Hoffnungszeichen ist, dass der Schüleraustausch mit der norditalienischen Stadt immer besser zum Tragen kommt. „Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sagt Renate Vogel. Man wolle das Gute der vergangenen Jahre mitnehmen und alle drei Partnerschaften ausbauen.
Im Hintergrund stehe die Idee eines geeinten Europa, macht Sabine Zoller klar. Neue Ideen gibt es natürlich auch. Verstärken will man den Austausch in Sachen Musik, Kultur und Literatur. Über feste Ansprechpartner will man dies realisieren. Eventuell kann dabei auch das vom Ernst-Abbe-Gymnasium mitgestaltete Comenius-Projekt einen Anschub bringen. Dass der Schüleraustausch nach wie vor das Herzstück bleiben wird, machte die Vorsitzende Lilo Burger deutlich. 25 Prozent der Fahrkosten der Schüler für Austauschfahrten werden vom Verein bezahlt, die Stadt zahlt den Vereinen einen Zuschuss. „Unser Hauptziel muss sein, mehr junge Familien mit ins Boot zu holen, betont Gisela Rissmann.
Nur so könne das Interesse von der Basis her verbreitert werden. Verdiente Leute wie Harald Wollner und Rudi Jährling werden den wackeren vier Damen mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Wir wollen den Leuten künftig noch mehr vermitteln, wie schön Partnerschaft und Gastfreundschaft sind und was Zusammenleben auf internationaler Ebene bedeutet, sagt Sabine Zoller.
Mehr zu erfahren von den Franzosen, Italienern und Ungarn - und dies aus der ganz persönlichen Sicht - sei eine entscheidende Facette der Vereinsarbeit. In Oberkochen wird es künftig seitens des Vereins für Städtepartnerschaften einen Stammtisch geben.
Am 22. September um 19.30 Uhr trifft man sich zum ersten Mal im Bistro am Gleis. Dort kann man dann auch erfahren, dass François Boé, Lehrer am EAG und in Bälde Pensionär, künftig Reisen in die Partnerländer organisierten wird. Und noch was: Das beliebte Boule-Spiel auf dem Boulodrome am Gutenbach soll neue Urstände feiern. „Wir hoffen, für den Club de Pétanque neue Freunde gewinnen zu können, sagt Lilo Burger.

Text: Lothar Shell, Schwäbische Post 06.09.2010

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